19. Berliner Gespräche zum Gesundheitswesen 2018



Der Inhalt - Ihr Nutzen

Sehr geehrte Damen und Herren,

für das deutsche Gesundheitswesen ist die Unterscheidung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung nach wie vor kennzeichnend.

Das vertragsärztliche Versorgungsystem regelt nur die ambulante Behandlung; die stationäre Versorgung folgt grundlegend anderen Regeln. Der Gesetzgeber bemüht sich zwar bei jeder Gesundheitsreform um eine bessere Verzahnung der beiden Sektoren. Es handelt sich bisher jedoch um keine systematischen Ansätze zur Zusammenführung der Versorgungsbereiche.

Die neue Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag angekündigt, nachhaltige Schritte für eine sektorenübergreifende Versorgung einzuleiten. Eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe soll Vorschläge für die Weiterentwicklung des stationären und ambulanten Systems im Hinblick auf Bedarfsplanung, Zulassung, Honorierung, Kodierung, Dokumentation, Kooperation der Gesundheitsberufe und Qualitätssicherung unter Berücksichtigung der telematischen Infrastruktur bis 2020 vorlegen.

Ebenso soll der durch das E-Health-Gesetz vorgesehene Aufbau einer Telematikinfrastruktur zur Verbesserung der sektorenübergreifenden Patientenversorgung beitragen. Der Gesetzentwurf des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) sieht für die Versicherten die Einführung eines zusätzlichen technischen Zugriffsweges ohne Einsatz der elektronischen Gesundheitskarte auf die Daten ihrer elektronischen Patientenakte (ePA) vor, die von den Krankenkassen bis zum 01.01.2021 zur Verfügung gestellt werden muss.

Die 19. Berliner Gespräche zum Gesundheitswesen werden u.a. folgende Themen behandeln:

  • Wie kann eine Koordinierung einer gemeinsamen Versorgungsplanung für Ärzte und Krankenhäuser im Rahmen der Regelversorgung erfolgen?
  • Welches verfassungsrechtliche Verhältnis besteht zwischen der Landeskrankenhausplanung und der vertragsärztlichen Bedarfsplanung?
  • Wie kann eine gemeinsame Finanzierung und Vergütung der ambulanten und stationären Versorgung erfolgen?
  • Wie kann die elektronische Patientenakte die einrichtungs- und sektorenübergreifende Patientenversorgung verbessern?
  • Wie kann durch regionale sektorenübergreifende Versorgungsprojekte die Versorgung im ländlichen Raum sichergestellt werden?
  • Kann durch MVZ, Praxiskliniken und intersektorale Facharztzentren eine koordinierte Versorgung von ambulanten und stationären Patienten erfolgen?
  • Welche rechtlichen Hemmnisse sind zu beseitigen, um eine gemeinsame Tätigkeit von Ärzten in Praxis und im Krankenhaus zu ermöglichen?

Mit den diesjährigen 19. Berliner Gesprächen zum Gesundheitswesen wollen wir Sie über die geplante Einführung einer sektorenübergreifenden Versorgung als Regelversorgung und deren Auswirkungen auf die vertragsärztliche und die Krankenhausversorgung informieren.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und eine angeregte Diskussion mit Ihnen!

Tagungsleitung: