20. Berliner Gespräche zum Gesundheitswesen 2019



Der Inhalt - Ihr Nutzen

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 22. September 2000 fanden die Berliner Gespräche zum Gesundheitswesen erstmalig statt. Seitdem haben sich die Rahmenbedingungen des deutschen Gesundheitswesens durch zahlreiche Reformen stark verändert. Auch die diesjährige Jubiläumsveranstaltung der Berliner Gespräche zum Gesundheitswesen ist durch eine aktuelle Gesundheitsreformgeprägt.

Das Terminservice-und Versorgungsgesetz (TSVG) hat sich im Laufe des Gesetzgebungsverfahrens von einer Detailregelung vertragsärztlich vorzuhaltender Sprechstunden und zeitnaher Vermittlung von Vertragsarztterminen zu einer alle Leistungsbereiche der GKV tangierenden Gesetzgebung entwickelt. Im Ausschussbericht vom 13.03.2019 (BT-Drucks. 19/8351) überwiegen die über die Ausschussberatung eingebrachten Gesetzesänderungen deutlich die Kabinettsvorlage. Dabei steht die eigentliche Reform zur Schaffung sektorenübergreifender Versorgungs- und Vergütungsstrukturen in der GKV noch aus. Zwei von der Regierungskoalition eingesetzte Kommissionen sollen dazu bis Ende 2019 bzw. 2020 Vorschläge erarbeiten. Hierfür ist klärungsbedürftig, ob und in welchem Umfang der Gesetzgeber dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) weitere grundlegende Aufgaben in der GKV durch untergesetzliche Entscheidungskompetenzen übertragen darf. Grund genug, sich jetzt mit den beschlossenen sektoralen Änderungen und daraus bereits ableitbaren sektorenübergreifenden Entwicklungen zu befassen.

Wie frei ist der Arztberuf noch? Wohin entwickeln sich daneben die anderen Gesundheits- und Pflegeberufe? Wohin entwickeln sich die MVZ-Strukturen? Wird die Struktur der Notfallmedizin zum Kristallisationspunkt ambulanter und stationärer künftigen Versorgung? Schaffen wir endlich den Einstieg in die Digitalisierung der Medizin? Und wie gewährleisten wir dabei den Schutz von Patientendaten?

  • Die 20. Berliner Gespräche zum Gesundheitswesen werden u. a. folgende Themen behandeln:
  • Auswirkungen des TSVG auf die vertragsärztliche Tätigkeit
  • Ausbau der Terminservicestellen für die ambulante Versorgung und Notfälle
  • Verfassungsrechtliche Maßstäbe für die demokratische Legitimation der Rechtsetzung durch den G-BA
  • Stärkung der demokratischen Legitimation der Rechtsetzungstätigkeit des G-BA
  • Neuausrichtung des Verhältnisses zwischen ambulanter und stationärer Versorgung
  • Notfallversorgung durch Integrierte Notfallzentren
  • Veränderungen der Organisationsstrukturen in der ambulanten Versorgung
  • Einfluss von Kapitalinvestoren bei der Gründung von MVZ und Auswirkungen auf den Sicherstellungsauftrag

Mit diesen Themen beschäftigen sich die zu den Berliner Gesprächen eingeladenen namhaften Experten. Die Teilnehmer an dieser Jubiläumsveranstaltung erwartet daher eine spannende Diskussion zur Zukunft der Versorgungsstrukturen unseres Gesundheitswesens.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und eine angeregte Diskussion mit Ihnen!

Tagungsleitung: